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Malteser Nettetal

Flucht und Integration: So hilft eine internationale Hilfsorganisation

17.06.2015
Malteser verteilen im Süd Sudan Nahrungsmittel und Saatgut an Binnenflüchtlinge.

Köln. Voraussichtlich 450.000 Flüchtlinge suchen in Deutschland in diesem Jahr Asyl. Krieg, Armut und Verfolgung treiben sie aus ihrer Heimat. Internationale Hilfsorganisationen, wie z. B. die Malteser, verhindern auf der Flucht Schlimmeres und sorgen in Deutschland für Betreuung und Integration. In den Herkunftsländern engagieren sie sich für die Hilfe zur Selbsthilfe.
Ein Überblick:
- Samsom Amaniel ist aus Eritrea nach Deutschland gekommen. Der 20-Jährige lernt deutsch und engagiert sich ehrenamtlich im Sanitätsdienst der Malteser. So bekommt er Kontakt zur heimischen Bevölkerung. In Viernheim half ihm Friedrich Häffner, ehrenamtlicher Ausbilder der Sanitäter. Den Erste- Hilfe-Kurs und die Sanitäterausbildung begann Häffner zunächst auf Englisch, wechselte dann auf Deutsch. Samsom Amaniel hilft jetzt als Sanitäter bei Veranstaltungen wie einem Marathonlauf, einem Fußballspiel und anderen Veranstaltungen. „Ich bekomme viel Unterstützung und gebe diese mit dem Sanitätsdienst an andere zurück“, sagt er.
- In bundesweit 30 Einrichtungen betreuen die Malteser Flüchtlinge und Asylsuchende. Sie sorgen für ein menschliches Klima, helfen bei Behördengängen, spielen mit den Kindern und sind Ansprechpartner für alle Fragen.
- Die Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland erreicht, schwankt täglich. Wenn kurzfristig nicht mal ein Dach über dem Kopf zu bekommen ist, muss der Katastrophenschutz einspringen. Die meist ehrenamtlichen Malteser Kräfte bauen Zeltstädte auf und richten Turnhallen als Notunterkünfte ein. Sie sorgen für Lebensmittel und Getränke, Erste Hilfe und Spiele für die Kinder. Sie sind oft die ersten Menschen mit einem wohlwollenden Lächeln.
- Die Flucht aus Nordafrika oder Syrien führt viele verzweifelte Frauen, Kinder und Männer über das Mittelmeer. Werden sie von Rettungsschiffen auf dem Meer gefunden oder landen sie direkt an Land, stehen ihnen oft ehrenamtliche Ärzte und medizinisches Personal, z. B. auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, zur Seite.
- Um Verletzungen und Krankheiten der Flüchtenden schnell behandeln zu können, bieten Hilfsorganisationen in Syrien, aber auch in den Nachbarländern medizinische Versorgung an. Professionelle Helfer sorgen für Trinkwasser, Lebensmittel, Unterkunft und psychosoziale Betreuung. Beispiel Naher Osten: Im Libanon, der Türkei und dem Nordirak helfen die Malteser syrischen und irakischen Flüchtlingen über Grenzen hinweg.
- Aus Angst ums Überleben verlassen Menschen ihre Heimat. Ziel einer Hilfsorganisation ist es, die schlechte Lage vor Ort zu verbessern und den Menschen zu ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben. Beispiel Afrika: Als Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen die Malteser Gesundheitsstationen, bilden medizinisches Personal aus und sorgen für bessere sanitäre Einrichtungen, um der Ausbreitung von Infektionen dauerhaft vorzubeugen.

 

 

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